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   Ev.- Luth. Kirchengemeinde Krempe

Graph. 1 Lothar Wittorf . barb.

REPORTAGEN

AUS DER GEMEINDE


22.01.2017 Amtseinführung des neuen Kirchengemeinderates - So wurde gewählt

14.02.2016 Gelungenes Cross-Over-Konzert zum Valentinstag

31.01.2016 Lieder vom Abschied - Ein bewegender Udo Jürgens-Abend

02.03.2012 Weltgebetstag 2012

10.06.2011 So feiern Pfadkinder Pfingsten

01.06.2011 ... da wird auch dein Herz sein ! - Kirchentag 2011 in Dresden

01.06.2009 Pfadiade - Ein olympisches Pfingstlager

24.05.2009 Mensch, wo bist du? – HIER bin ich (wieder!)

26.04.2009 Ein großartiges Hörerlebnis; 520 € für die Orgel

06.03.2009 Weltgebetstag mit Trommel und Tanz

24.06.2008 Pfadfinder auf den Spuren von Klaus Störtebecker

11.11.2007 St.-Peter-Kirche erstrahlt in neuem Glanz

22.10.2007 Stamm “Likedeeler VCP Krempe” auf dem ersten Stammeslager

25.08.2007 Neu gegründet: Pfadfinderstamm “Likedeeler” in unserer Gemeinde

10.06.2007 Evangelische Jugend Krempermarsch beim Kirchentag

24.05.2007 Pilotprojekt St.Peter-Kirche: Gemeinderäume sollen in die Kirche integriert werden

07.03.2007 Aktion Zimbelstern: Das Ziel ist bald erreicht

01.10.2006 Erntedankgottesdienst auf dem Bauernhof - Gottes Schöpfung ganz nahe

10.06.2006 Kirchenchronik neu aufgelegt - „ein Schatz“

25.05.2006 500 € für die Kirchensanierung: Offene Kirche mit Kuchenbuffet am Himmelfahrtstag

24.03.2006 Schlagzeug und Orgel

12.03.2006 Wilsteraner Bläserensemble musizierte für die Kirche

22.01.2006 Gelungener Orgelnachmittag in St. Peter ; 260 € für die Kirchensanierung


Der neue Kirchengemeinderat - So wurde gewählt

von Tord Siemen                                                        

 22.01.2017

Am ersten Advent, 27. November letzten Jahres, sind in den Kirchengemeinden der Nordkirche neue Kirchengemeinderäte gewählt worden. Am vergangenen Sonntag nun wurde unser neu gewählter Kirchengemeinderat in einem feierlichen Abendgottesdienst in sein Amt eingeführt. Er wird in den kommenden sechs Jahren gemeinsam mit Pastor Bruhn Verantwortung für die Kirchengemeinde tragen, sie prägen und viele Aufgaben übernehmen. Wir sagen schon jetzt herzlichen Dank für die Bereitschaft und das Engagement !

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Der Kirchengemeinderat stellt das Wahlergebnis lt. Auszählung wie folgt fest:

Reihenfolge nach Stimmen:
(Insgesamt wurden 169 gültige Stimmzettel abgegeben)

1. Kirsten Wohlmeier - Stimmenzahl 140
2. Ruth Hellmann - Stimmenzahl 139
3. Wolfgang Hahn - Stimmenzahl 136
4. Thomas Bonke-Möller - Stimmenzahl 132
5. Karl-Heinz Heesch - Stimmenzahl 132
6. Hannelore Käseberg - Stimmenzahl 122

Gewählt durch Berufung: Anja List und
Susanne Rebehn Harders

 


Gelungenes Cross-Over-Konzert zum Valentinstag

von Tord Siemen                                                                     14.02.2016

Gut gelaunt und völlig begeistert waren die Besucher bei dem Konzert „Kontraste“ am Valentinstag in der fast voll besetzten St. Peter-Kirche. Der „Förderverein St. Peter zu Krempe e.V.“ hatte zu dieser Veranstaltung, in der sich alles ums Thema „Liebe“ dreht, eingeladen. Zu Gast waren Florian Lindemann (Gitarre und Gesang) aus Wilster und Wilsters Kantor und Organist Hartwig Barte-Hanssen (Orgel). Die Spannung dieses

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Konzertes bestand in der Wechselwirkung zwischen Rockmusik und klassischer Orgelmusik, was beiden Künstlern mit der Auswahl ihrer Werke unwahrscheinlich gut gelungen ist. So waren im Orgelprogramm gleich drei Hochzeitsmärsche „Bridal Marsch“, „Svensk Bröllopsmusik“ und „Högtidsmarsch“ enthalten, die Hartwig Barte-Hanssen meist im festlichen Pleno registrierte. Zarte Melodien „Ich bete an die Macht der Liebe“, „Tender Moments“ oder „Cantabile ‚For You‘“ folgten. Mitreißend wirkte das Werk „Bach’s Strathspey“ von John Campbell Maclagan. Hier wurde Johann Sebastian Bachs berühmte „Toccata und Fuge d-moll“ angedeutet und als jazziger Tanz weitergeführt. Manch einen Konzertbesucher hatte es hierbei fast von der Kirchenbank „gefegt“.  Inmitten dieser Orgelwerke gab Florian Lindemann Liebes-Rocksongs zum Besten und verlangte seiner Stimme dabei alles ab. Titel von John Bon Jovi „Livin on a prayer“ und „Always“, von U2 „One“ und „With or without you“, von Richard Marx “Angelia” und von Bryan Adams “Everything I do I do it for you” standen auf dem

Programm. Es war ein totaler Genuss, Florian Lindemanns rockigen aber dennoch sehr warmen Stimme zuzuhören. Schnell war das 1 ½stündige Konzertprogramm vergangen. Nach lang anhaltendem Applaus folgte als Zugabe “Halleluja” von Leonard Cohen. Im Anschluss überreichte die Vereinsvorsitzende Ruth Follert an die beiden Künstler kleine Präsente und lud alle Zuhörer zu Wein und Wasser in die Turmhalle ein. Dieser Einladung kamen die Zuhörer sehr gerne nach und ließen den schönen Abend gemeinsam ausklingen.


Lieder vom Abschied - ein bewegender Udo Jürgens-Abend

von T. Siemen u. H. E. Karallus / Bild: H. E. Karallus

31.Januar .2016

Gut 200 Besucher kamen zum Konzert „Tribute to Udo Jürgens“ mit Igor Zeller, welches vom „Förderverein St. Peter zu Krempe“ veranstaltet wurde. 
Nach der Begrüßung durch Ruth Follert begann Igor Zeller sein Konzert.
Mit einfühlsamen Worten blickte er auf verschiedene Aspekte des Lebens von Udo Jürgens zurück. Dabei sparte er auch heikle Themen nicht aus. Der bekennende und praktizierende Christ Igor Zeller fand in seinen Worten auch für den bekennenden Atheisten Udo Jürgens einen Weg in den Himmel. Fast bis auf den letzten Platz gefüllt war unsere St. Peter-Kirche bei diesem Konzert. Mit den eher weniger bekannten Udo Jürgens-Liedern wie u.a. „Es wäre so schön, die ganze Nacht bei dir zu bleiben“, „Zigarettenrauch in meinen Augen“, „Ein Narr sagt Dankeschön“, „Und wenn ich geh‘, dann gib mich frei“ und „Zehn nach Elf“ verbeugte sich Zeller vor dem großen Künstler, Sänger und Lebemann.

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Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum bei Igor Zeller. Zwei Zugaben sollten folgen. So erklangen „Merci Cherie“ und „Griechischer Wein“ wozu das Publikum gleich stehen blieb auch leicht mitschunkelte. Frau Follert bedanke sich bei Igor Zeller im Namen aller Anwesenden für das wunderbare Konzert mit einem kleinen Präsent zur Stärkung für Leib und Seele. Nach dem Konzert wurden im Turmraum der Kirche Wein, Punsch und kleine Knabbereien zu kleinen Preisen angeboten.

Die Spendensammlung für das Deckengemälde im Turm erbrachte knapp 1000 €. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender !
Bild: H.E. Karallus/Text: T. Siemen u. H.E. Karallus


Weltgebetstag 2012

von Bettina Frunder

02. März 2012

Selamat Datang – Friede und Willkommen. So wurde die Gemeinde im diesjährigen Gottesdienst zum Weltgebetstag begrüßt, den Frauen aus Malaysia vorbereitet haben. Malaysia ist ein Staat in Südostasien mit der Hauptstadt Kuala Lumpur. Die Bevölkerung ist gemischt: Es gibt malaiische, chinesische, südasiatische und indigene Bevölkerungsgruppen. Die Staatsreligion ist der Islam. Außerdem gibt es Buddhisten, Hindus, Christen und traditionelle Religionen. Diese Vielfalt wurde auch im Gottesdienst, der von Ruth von Trzebiatovski geleitet wurde, deutlich.

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Unter dem Motto „Steht auf für Gerechtigkeit“wurden interessante Texte gelesen, zum Teil mit kleinem Anspiel, Lieder gesungen, die Tord Siemen am Klavier begleitete und Dias von Land und Leuten gezeigt. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle eingeladen zu einem Büfett mit Gerichten nach malaiischen Rezepten. Mit dem guten Essen und netten Gesprächen fand der Weltgebetstag 2012 seinen Abschluss. BILDER        


So feiern Pfadfinder Pfingsten

von Janika Frunder

10. Juni bis 13. Juni 2011

Wie jedes Jahr trafen sich die 600 Mitglieder des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) aus Schleswig-Holstein zum Pfingstlager in Tydal bei Tarp. Mitten unter ihnen auch 20 Likedeeler im Alter von 6-21 Jahren aus Krempe und Umgebung.

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Das Motto lautete „La Famiglia“ und einzelne Clans der großen Pizza-Familie traten gegeneinander an, um die Nachfolge des kürzlich verstorbenen Bosses zu stellen. So gab es mehrere große Wölflingsspiele für die Kinderstufe, die Pfadfinder verbrachten einen ganzen Nachmittag beim Geländespiel im Wald und vollbrachten gemeinsam eine Gute Tat. Ein weiteres Highlight war das traditionelle Schubkarrenrennen, bei dem sich die Likedeeler den 3. Platz sichern konnten. Am Pfingstsonntag besuchten wir gemeinsam den

großen Pfingstlagergottesdienst, bei dem sogar zwei Mädchen getauft wurden. Und natürlich wurde auch viel gesungen, abends am Lagerfeuer vor dem Schlafengehen und auch beim Singewettstreit, bei dem die Pfadfinder aus dem ganzen Land in verschiedenen Kategorien gegeneinander antreten konnten – und auch hier war unser Stamm sehr erfolgreich!
Übrigens haben alle Wölflinge ihre Tuchprüfung bestanden und so konnten am Stammesabend in feierlicher Atmosphäre Jannek, Mia, Jana, Finja und

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Hannah das Wölflingstuch, Bea das Jungpfadfindertuch und navi und fiep das Erwachsenenhalstuch verliehen werden! Herzlichen Glückwunsch!

Und noch was: Unsere Wölflingsmeute sucht noch Nachwuchs im Alter von 7-9 Jahren! Sie trifft sich immer montags, 17.00-18.30 Uhr in der Kremper Kirche. Auch unsere Pfadfindersippe (14-16 Jahre) könnte noch mehr Mitglieder brauchen. Gruppenstunde ist jeden Freitag um 16.30-18.00 Uhr in der Kremper Kirche. Kommt einfach mal vorbei!

Schaut auch mal auf unserer Homepage vorbei: www.likedeeler.vcp-sh.de


...Da wird auch dein Herz sein ! Kirchentag 2011 in Dresden

von Janika Frunder

01. Juni bis 05. Juni 2011

120.000 Besucher waren vom 1.-5. Juni in Dresden beim 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag unterwegs. 5000 ehrenamtliche Helfer sorgten dafür, dass Straßen abgesperrt, Besucherkarten kontrolliert, Eingänge bewacht, Mülltonnen weggefahren, Portemonnaies wiedergefunden und orientierungslose Besucher in die richtige Richtung geschickt wurden. Die meisten dieser Helfer waren Mitglieder des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und der Stamm Likedeeler aus unserer Gemeinde war nun das zweite Mal dabei.

Lea „fels“ Arndt: „Meine Kirchentagshighlights waren natürlich die gemeinsamen Singerunden, sowie die tolle Atmosphäre unter den Kirchtagsteilnehmern und Helfern. Dresden hat sich zudem noch ganz wundervoll mit dem knalligen Kirchentagsfarben geschmückt und lud damit allerorts zum Feiern ein. „

Svenja „maffin“ Kleen: „Am meisten haben mich die netten und hilfsbereiten Leute in Dresden überrascht. Am schönsten war es mal wieder zu lachen und viele neue Menschen kennen gelernt zu haben und zu wissen, dass man selber etwas zum Kirchentag beigetragen hat.“

Marvin „peter“ Kelting: „Meine Highlights waren einmal die Stimmung allgemein und die Leute mit den tollen Schildern (Free Hugs). Außerdem hat mir auch die Stadt gefallen, nicht zu klein für den Kirchentag, aber auch nicht zu groß, als würde man ständig die Übersicht verlieren.“

Nele „nöle“ Rath: „Der Kirchentag war mal wieder eine große Party mit Christen aus allen Ecken und Enden von Deutschland und darüber hinaus (Schottland, Tschechien, Namibia,…). Dafür hat es sich wirklich gelohnt stundenlang im Zug zu sitzen und einen Teil der Abifeiern zu verpassen.“

Janika „navi“ Frunder: „Ich war noch nie in Dresden – und der Kirchentag war ein super Anlass für meinen ersten Besuch! Es war toll, Pfadfinder wiederzusehen, die ich tatsächlich nur zu solchen Anlässen treffen kann und die Stimmung untereinander war wundervoll. Das Kirchentagsmotto hat einfach in unsere Zeit gepasst und ich hoffe, dass es viele Leute, so wie mich auch, zum Nachdenken gebracht hat.“


Pfadiade – Ein olympisches Pfingstlager

von Janika Frunder

29. Mai bis 01. Juni 2009

Das traditionelle Landespfingstlager des VCP-SH fand dieses Jahr auf dem Zeltplatz Tydal in der Nähe von Tarp statt. Mit 19 Likedeelern und unserem Gast Anka aus Glückstadt, nahmen wir nun zum zweiten Mal an diesem großen Event mit über 500 Pfadfindern teil.

Voller Ungeduld erwarteten die meisten von uns das Pfingstlager – und dann war es endlich soweit! Wir brachen am Freitag in Fahrgemeinschaften Richtung Tydal auf; crest und Pascal waren bereits Donnerstag angereist, um unsere Zelte aufzubauen. Dort angekommen, ging es auch schon mit dem bunten Programm los. Zuerst wurde natürlich der Lagerschlager gelernt, alte Bekannte umarmt und ein wenig geklönt. Die Kothen und Jurten mussten bezogen werden und der Lagerplatz wollte erkundet werden. Aber bereits am nächsten Tag war Action für alle Stufen angesagt: Die Pfadiade sollte beginnen. Zuerst waren die Rover und Ranger (Pfadfinder ab 16) dran, die sich in den .

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Disziplinen Heuballenkampf, Wettsägen, Quiz, usw messen mussten. Toll war die Abkühlung in der Treene, das tat wirklich gut bei der Hitze! Dann gingen Liesbeth, crest und Felsenheimer beim Schubkarrenrennen an den Start… und belegten den DRITTEN PLATZ!
Sonntags fand ein schöner Pfingstgottesdienst statt, bei dem es um das Feuer des Heiligen Geistes ging. Jeder beschriftete ein Holzscheit mit Dingen, für die er Feuer und Flamme ist. Anschließend wurden die Scheite für ein großes Feuer aufgeschichtet. Als Andenken haben wir Streichhölzer bekommen. Mittags wurden Workshops wie Minigolf, Stockbrotbacken und Kerzenständerbauen angeboten. Wir bastelten mit den Wölflingen kleine Materpfähle aus Holz. Dann stand etwas Besonderes für den Stamm an: Hanna und Liesbeth sollten Fahrtennamen erhalten und wurden nach alter Piratenmanier über die Planke in die Treene geschubst und auf den Fahrtennamen „fiep“ bzw. „turtok“ getauft.
Weiter ging’s mit den Olympischen Spielen für die Wölflinge (7-10 Jahre) und Pfadfinder (10-16 Jahre). Während die Wölflinge in Disziplinen wie Apfelbeißen und Blätterkunde glänzten, konnten die Pfadfinder ihr Geschick beim Baumklettern, Sägen, Gummistiefelweitwurf, Riechen und Kothenaufbau beweisen.
Abends belegten Felsenheimer und Arne beim Singewettstreit den zweiten und dritten Platz mit ihren selbstgeschriebenen Liedern! Der erste Platz ging an eine Gruppe mit Dudelsack und Trommeln, die mit ihrer Mittelaltermusik wirklich das ganze Publikum gerockt hatten! Unsere Wölflinge, die mit dem Lied „Die Lappen hoch“ angetreten waren, schafften es zwar nicht auf’s Siegertreppchen, aber wir sind trotzdem stolz auf den Wölflingschor, Krebs’ Sologesang und Bea auf dem Kamm! Der letzte Abend ging mit einer Feuershow und einer langen Nachtwache zuende und am Montag fuhren alle hundemüde aber glücklich nach Hause.
Das Pfingstlager mit seinen Wettkämpfen war wirklich etwas Besonderes für uns und hat allen einen riesen Spaß gemacht !    Bilder und weiteres hier im Blog der Likedeeler


Mensch, wo bist du? – HIER bin ich (wieder!)

von Janika Frunder

20. bis 24. Mai 2009

Wo ich war? – In Bremen beim 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag, genau wie über 100.000 andere Besucher, zum Teil sogar aus Afrika und Amerika angereist. Vor zwei Jahren berichtete ich vom Kirchentag in Köln („Lebendig und kräftig und schärfer“) von allerlei interessanten Diskussionen, beeindruckenden Begegnungen und außergewöhnlichen Workshops. Das alles habe ich auch jetzt in Bremen erlebt, mit einem entscheidenden Unterschied: Statt einer Besucherkarte trug ich das Helfertuch!

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Während die Jungpfadfinder Lea und Svenja leider noch nicht alt genug waren, um auch Helfer zu werden, und deswegen mit Rainer Jungnickel und dem Kirchenkreis Münsterdorf mit dem Bus nach Bremen fuhren, war ich mit der VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder) Delegation des Landes Schleswig-Holstein unterwegs: 50 topmotivierte Pfadfinder aus dem ganzen Bundesland und wir Likedeeler (Felsenheimer, Hanna, Crest, Liesbeth und ich) mitten unter ihnen.
Im Gegensatz zu den Besuchern mussten wir Helfer schon am Dienstag anreisen, um die Helfertücher, die Ausweise, das Helfer-T-Shirt und sämtliche Instruktionen zu bekommen und uns einen Überblick über das Gelände zu verschaffen, damit wir später auch anderen Leuten den Weg weisen konnten. Untergebracht wurden wir in einer großen Schule, die VCPer aus ganz Deutschland beherbergte – neue Bekanntschaften ließen sich also gar nicht vermeiden! Vielleicht klingt es für Sie eher spartanisch, wenn ich davon erzähle, dass wir mit Isomatten und Schlafsäcken auf dem Boden schliefen – jeweils 25 Leute in einem Klassenraum – aber Sie glauben gar nicht, wie wundervoll erholsam so eine Schlafstätte sein kann, wenn man mehr 17 Stunden auf den Beinen war. Wir Schleswig-Holsteiner wurden für den AWD-Dome, der größten Halle auf dem Messegelände, eingeteilt. Unsere Aufgaben waren z.B. die Einlasskontrollen, Absperrungen von Sicherheitsbereichen, Umleiten von Menschenmassen und auch das „Halle überfüllt“-Schildhochhalten. Man kommt sich schon sehr lustig vor, wenn mehr als 8000 Leute zum Klezmer-Konzert von Feitmann in den AWD-Dome strömen und man 

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drei Stunden lang nichts anderes sagt als: „Der Südrang 1

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ist leider belegt, bitte weichen

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Sie auf die Nordränge aus.

Bitte alle nach Nord. Auf den Nordrängen sind noch Plätze

frei! Bitte alle nach Nord!“ Zwischendurch hat man allerlei Fragen zu beantworten. Noch nie habe ich so vielen Menschen gesagt, wo sie langgehen sollten, um zu Halle 7 oder aber zum Überseehafen zu gelangen. Auch Fragen zum Programm wurden oft gestellt: „Wo findet das Konzert der Münchener Gospelchöre statt?“ Bei solchen Fragen musste ich meist passen: Ich kann leider die 3000 Veranstaltungen, die über die Tage hinweg verteilt stattfinden, nicht auswendig.
Am „Abend der Begegnung“, Donnerstag, als alle Besucher anreisten, bekamen wir eine sehr spezielle Aufgabe: Kirchentagstücher verspenden. Das bedeutet, dass man sich mit hunderten Tüchern ausrüstet, aus ihnen ein möglichst kreatives und praktisches Outfit bastelt (besonders beliebt war der Kirchentagsschal-Hularock und auch das Kopfband), eine Sammeldose in die Hand bekommt und auf der Straße möglichst viele Schals zu verkaufen. Dazu muss natürlich gesagt sein, dass dieser Kirchentagsschal (dieses Jahr blassblau) eine lange Tradition hat und für viele Besucher einfach dazugehört. Nun, das Schalverspenden kann man langweilig gestalten, indem man einfach am Straßenrand steht und auf Kunden wartet. Man kann allerdings auch mit Werbesprüchen wie „Bremen trägt blau!“, „Blau steht jedem und ist total im Trend!“, „Schal macht schlau!“ und „Blau würde perfekt zu ihrem Oberteil passen!“ die Zielgruppe ansprechen. Später, als die meisten Besucher schon versorgt waren, kam dann noch der Spruch „Der Trend geht zum Zweit-Schal!“ auf. Der Abend war zwar amüsant, aber ehrlich gesagt war ich froh, die nächsten Tage fest im AWD-Dome eingespannt zu sein.

Ein besonderes Highlight war natürlich der Besuch unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zwar kann man als Helfer nie die Aktionen besuchen, für die man sich interessiert, weil sie meistens mit den Arbeitszeiten kollidieren, aber wenn man etwas erlebt, dann auch hautnah. Helmut Schmidt und auch Wolfgang Schäuble, mit dem ich mich über das Wetter unterhielt, waren für uns weitere interessante Begegnungen.

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Versorgt wurden wir übrigens bestens: Wir erhielten bereits bei unserer Ankunft Essensmarken, die wir jeden Tag bei einer zentralen Speisehalle einlösen konnten. Während die Schlange manchmal ziemlich lang war, hatte ich als Vegetarier und damit Mitglied einer eindeutigen Minderheit, gute Karten: Ich hatte mein Essen immer besonders schnell! Wenn wir unabdingbar in unserem Einsatz waren, z.B. bei Angela Merkels Besuch, gab’s tolle Lunchtüten und an jeder Ecke frisches Obst und Getränke. Als Ruhestätte wurde uns sogar eine Helferkneipe eingerichtet, in der wir für wenig Geld Snacks erwerben oder einfach nur abschalten konnten.
Die einzige Aktion, bei der ich wirklich hautnah dabei war, war der VCP-Gottesdienst auf dem Beck’s-Schiff (bekannt aus der Werbung). Schade war, dass alle Pfadfinder eingeladen waren, aber nur ein kleiner Teil wirklich auf dem Schiff einen Platz fand.

Unsere Landesbischöfin Maria Jepsen allerdings schien von uns überzeugt zu sein.

Überhaupt war es immer schön, wenn man ein persönliches Danke von den Besuchern bekam. Es ist wirklich anstrengend, morgens um 6 Uhr aufzustehen, um 8 Uhr am Einsatzort zu sein und dort auch bis 22 Uhr zu bleiben. Und wir tun das freiwillig, wir bekommen kein Geld dafür, alles ist ehrenamtlich. Die Hallenleiter, die im ständigen Funkkontakt miteinander waren, um die Sicherheit im Dome zu gewährleisten, waren zum Teil noch länger im Einsatz. Viele Besucher wussten das zu schätzen und waren nett und verständnisvoll. „Mensch, wo bist du?“ musste ich mich nur fragen, wenn ich auf die weniger verständnisvollen Besucher traf: Sie konnten es nicht nachvollziehen, dass es wichtig ist, z.B. die Rettungswege frei zu halten oder dass eine Halle irgendwann überfüllt ist und deswegen keine Besucher mehr aufnehmen kann. Wenn eine Treppe abgesperrt ist, dann hat das seinen Grund, oder wenn wir sagen, dass die Süd-Ränge voll sind,

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dann wollen wir doch nichts Böses, im Gegenteil: Wir wollen Schlimmes vermeiden!
Amüsant war auch die Begegnung mit den stickstoffgefüllten Riesenballons, die für den Abschlussgottesdienst vorbereitet wurden. Jeder Helfer bekam einen riesigen Luftballon mit Stickstoff in die Hand gedrückt, welchen er dann an einer Kirchentagsflagge mit der Aufschrift „Hier und jetzt!“ befestigen sollte. Der Gottesdienst war in drei Phasen eingeteilt, die jeweils durch verschiedenfarbige Ballons symbolisiert wurden.

Insgesamt war mein Eindruck dieses Jahr positiv. Ich habe

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das Gefühl, nicht so viel vom

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spirituellen Kirchentags

-gefühl  ,das sich durch die Teilnahme an verschiedenen

 Aktionen ausbreitet, mitbekommen zu haben, aber das Helfen hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Die Zusammenarbeit der ganzen Pfadfinder, obwohl man sich nicht kennt und vielleicht anderen Verbänden angehört, war beeindruckend. Auch die Singerunde von mehr als 200 Pfadfindern, die eines Nachts stattfand, entschädigte sämtlichen Aufwand. Ich kann nicht sagen, was ich schöner fand: Das Besucher- oder das Helfersein.

Ich denke, dieser Kirchentag wird nicht nur den Bremern noch lange im Gedächtnis bleiben, sondern auch den Teilnehmern!

 „Mensch, wo bist du?“ Die Antwort war und ist ganz klar: HIER!

Mehr Bilder vom Kirchentag               Link : Pfadfinder Stamm “Likedeeler”


Ein großartiges Hörerlebnis; 520 € für die Orgel

26. April 2009

Altonaer Singakademie gastierte an St. Peter

Wenn Kantor Tord Siemen von einem gut besuchten Konzert an St. Peter spricht, so dachte er bisher an 40 oder 50 Konzertbesucher. Das sagte er in seiner Begrüßung am vergangenen Sonntag vor dem Konzert der Altonaer Singakademie. „Wenn wir ein Konzert mit der St. Peter-Kantorei geben, so seien es auch mal 80 Besucher“, so Siemen . Er freute sich sehr, dass zu diesem Chorkonzert rund 140 Musikliebhaber den Weg in das Kremper Gotteshaus gefunden hatten. Große Literatur war dem Programm zu entnehmen. So von Felix Mendelssohn Bartholdy „Jauchzet dem Herrn alle Welt“

Text: Tord Siemen

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Chor der Altonaer Singakademie vor der St. Peter-Kirche

 (Psalm 100), mit dem das Konzert begann. Bartholdy, dessen 200. Geburtstag wir dieses Jahr feiern, war gleich dreimal vertreten. Im ersten Teil des Konzertes waren verschiedene Psalmvertonungen von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847), Heinrich Schütz (1585-1672), Hugo Diestler (1908-1942) u. a. zu hören. Der zweite Teil des Konzertes widmete sich ganz der Gottesmutter Maria. „Dixit Maria“ von Hans Leo Hassler (1564-1612), „Ave Maria“ von Igor Strawinsky (1882-1971) und „Ave maris stella“ von Edward Grieg kamen zu Gehör. Besonders überzeugte das stimmgewaltige Ensemble mit Anton Bruckners (1824-1896) „Ave Maria“, das in seiner dynamischen Spannweite von einem Fortissimo zum Pianissimo reichte. Mit dem zarten „Und unser lieben Frauen“ von Max Reger (1873-1916) schloß sich der Reigen der Mariengesänge.

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Kirchenmusiker Igor Zeller

An dieser Stelle leitete Chordirigent Igor Zeller zu einem volkstümlichen Teil über. Er berichtete, dass es gar nicht so leicht war, seinen Sängern diese Art der Musik näher zu bringen. Aber letztlich ist es sehr gut gelungen. Einige Zuhörer konnten nicht umhin, mitzusummen, als „Kein schöner Land in dieser Zeit“ erklang. „Der Mond ist aufgegangen“, von Igor Zeller in sehr kleinen Gesten dirigiert, kam sehr zart in einem homogenen Klang daher. Eine Überraschung war es, als Zeller das Dirigentenpult verließ und sich neben den Chor stellte.

Er begann zu singen „Hört ihr Herrn und lasst euch sagen, uns’re Glock hat neun geschlagen“. Der Chor antwortete selbstständig ganz ohne Dirigat. Jede musikalische Dynamik, jede Endung war vorher perfekt einstudiert. Zwei Kanons und „Dat du min leevsten büst“ folgten.

Den Abschluß des Konzertes bildeten drei große Romantiker. Anton Bruckner (1824-1896) mit „Locus iste“, Mendelssohns „Verleih uns Frieden gnädiglich“ wurde sehr zart und einfühlsam von Zeller am Flügel begleitet, und das Abendlied „Bleib bei uns“ von Josef Rheinberger (1839-1901). Besonders diese Werke sorgten für wohlige Gefühle.

Mit Standing Ovations belohnte das Publikum die Altonaer Singakademie, sodaß eine Zugabe, das „Ave verum corpus“ von Mozart, nicht fehlen durfte.

Es war ein überwältigender Abend, so die Meinung der Besucher nach dem Konzert. Viele äußerten den Wunsch, dass Igor Zeller mit seinen rund 80 Sängern einmal wieder kommen möge.

Dank gilt den Sängerinnen und Sängern sowie Herrn Zeller. Denn der gesamte Erlös aus dem Konzert, 520 €, kommen in vollem Umfang der Orgel-Neuintonation zugute.

weitere Bilder HIER


Weltgebetstag mit Trommel und Tanz

06. März 2009

Fotos und Text von Bettina Frunder

Viele Gemeindeglieder aus Krempe, Süderau und Kiebitzreihe waren der Einladung zum Weltgebetstagsgottesdienst in unsere St.Peter-Kirche gefolgt. Der Gottesdienst begann

mit lautem Tommeln. Die Bibeltexte, Gebete und Symbolhandlungen kamen dieses Jahr von Frauen aus Papua-Neuguinea, dem drittgrößten Inselstaat der Welt im Pazifischen Ozean. Es werden dort mehr als 800 Sprachen gesprochen. Das Motto „Viele sind wir, doch eins in Christus“, zog sich durch den gesamten Gottesdienst. Die Stufen vor dem Altar waren landestypisch geschmückt mit Früchten, Muscheln, Kaffee, bunten Tüchern, der „Bilum“-

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eine schwere Netztasche – und einem einfachen Holzkreuz. Viele Frauen der Gemeinde gestalteten den Gottesdienst lebendig und kreativ. Dias zeigten Eindrücke von Papua-Neuginea. Die Pfadfinder hatten ein kleines Anspiel eingeübt und es wurde sogar ein typischer Tanz vorgeführt, bei  dem  jeder

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Unsere Pfadfinder gestalteten das Anspiel

mitmachen konnte. Nach dem Fürbittgebet und dem Segen durch Pastor Bruhn wurde der Gottesdienst wieder mit Trommelklang beendet. Mit einem gemeinsamen

Mit Spannung wurden die landestypischen Köstlichkeiten probiert

Essen auf der bunt dekorierten Empore mit typischen Speisen aus Papua-Neuguinea, wie Gurkensuppe, Süßkartoffel-Eintopf, Reissalat usw. ging der Abend zu Ende. Nächstes Jahr findet der Weltgebetstag in Süderau statt.    WEITERE BILDER HIER !


Pfadfinder auf den Spuren von Klaus Störtebecker

24. Juni 2008

Fotos und Text von KRISTINA MEHLERT

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Stammesleiterin Janica Frunder erklärt Jaqueline, Fenja und Beatrix die richtigen Knoten und Binden

Stamm „Likedeeler“ feierte einjähriges Bestehen. Inzwischen gehören den Pfadfindern schon rund 50 Mitglieder an.

– Ihren ersten Geburtstag feierten die Jungen und Mädchen des vor einem Jahr gegründeten Pfadfinderstammes „Likedeeler“ gemeinsam mit zahlreichen Pfadfindern aus Hamburg und Schleswig-Holstein sowie Pastoren aus den Nachbargemeinden Kremperheide und Süderau. Dafür hatten die „Likedeeler“ sogar ihre neue Jurte am Burggraben aufgebaut.

Ganz besonders dankbar zeigten sich die Pfadfinder, dass auch ihr Stamm nach nur einem Jahr eine eigene Jurte besitze. „Finanziert wurde uns die vom CDU-Ortsverband sowie dem Kirchenkreisbasar“, erklärt Stammesleiterin Janika Frunder und fügt hinzu, dass aber auch 

die Pfadfinder selbst einen Teil dazu beigetragen haben. „Die größeren Pfadfinder werden heute Nacht in dem Zelt übernachten“, sagt die Stammesleiterin , während einige als Pirat verkleidete Jungpfadfinder und Wölflinge den Worten von Floßmeister Lukas Schwartkopp lauschen. Schließlich soll ein Floß gebaut werden – allerdings auf Pfadfinderart. „Wir werden keine Nägel und Schrauben verwenden“, erklärt die Stammesleiterin und fügt hinzu, dass das aus Holz, Kanistern und anderem Material bestehende Wasserfahrzeug lediglich mit Knoten und Binden zusammengehalten wird.

Ausgerechnet haben sich die „Likedeeler“, dass das Floß mindestens 440 Kilogramm tragen muss. „Sonst geht einer oder alle baden“, lächelt die 18-jährige Stammesleiterin.                         Neben dem Floßbau standen aber auch eine Schatzsuche, Lagerfeuer und gemeinsames Singen auf dem Festprogramm. „Und dazu gibt es dann unseren Tshai“, verrät Janika Frunder. Der sorge besonders bei den kleinsten Pfadfindern immer für große Freude. Wird der doch nur nach einem Zauberspruch vom Tshai-Meister ausgeschenkt.     

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Auf Pfadfinderart bauten die “Likedeeler” ihr Floß - ohne Schrauben und Nägel

Rund 50 Kinder und Jugendliche gehören dem zum Verband christlicher Pfadfinder (VCP) angegliederten Pfadfinderstamm „Likedeeler“ an, der sich aus Wölflingen, Jungpfadfindern, Rovern und Rangern zusammensetzt. „Unseren Stammesnamen haben wir uns von Störtebeckers Piraten abgeguckt, die untereinander ihre Beute zu gleichen Teilen aufteilten – egal, welchen Rang sie auf ihrem Schiff hatten“, erklärt die Stammesleiterin den Namen „Likedeeler“, der nichts anderes bedeutet als „Gleichteiler“.

Wer wie die „Likedeelers“ über seinen Schatten springen oder über seinen Horizont hinaus schauen möchte und dazu auch noch seinen Kopf für neue Ideen nutzt, ist bei dem Pfadfinderstamm herzlich willkommen. „Pfadfinden ist kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung“, betonen die Grauhemden, die sich jeweils montags, dienstags, mittwochs und freitags im Kremper Gemeindehaus sowie montags außerdem im Süderauer Gemeindehaus treffen.


St.-Peter-Kirche erstrahlt in neuem Glanz

11. November 2007

Nach monatelanger Renovierung: Zahlreiche Gäste feierten die Kirchweihe.

von ERHARD TRUSCH

So voll war die St.-Peter-Kirche lange nicht mehr: Pünktlich zum 175.Geburtstag wurde das Gotteshaus nach rund 18-monatiger Renovierungszeit wieder eingeweiht. „Wir feiern hier in St. Peter die Kirchweihe, wir sehen die frische Farbe, die umgebauten Altarstufen und die Taufe und alles andere baulich Neue, dazu noch im neuen Licht. Wir hören die Orgel wieder, auch mit neuem Klang.“ Deutlich war die Freude in den Worten von Pastor Thomas Bruhn zu spüren. „Wir sind heute dankbar dafür, dass die Gremien entschieden haben: St. Peter muss erhalten werden. Wir sind dankbar, dass die Kosten nicht abgeschreckt haben, obwohl es Stimmen gab, die für den Abriss der Kirche waren.“

Architekt Wuttke, Propst Dr. Bergemann, Pastor Bruhn.jpg

Sie freuen sich über die renovierte Kirche (von links): Propst Dr. Thomas Bergemann, Architekt Reinhold Wuttke und Pastor Thomas Bruhn

Immer wieder seien während der Bauzeiten Hiobsbotschaften gekommen, insbesondere den Hausschwamm betreffend. Bruhn sprach allen Verantwortlichen und Ausführenden sowie den Spendern seinen Dank aus. Im Turm werde zwar noch gebaut und einige Räume müssten noch eingerichtet werden. Er hoffe aber, dass die Kirche – vielleicht schon zu Weihnachen – wieder durch den Turm betreten werden könne. „Die Freude über den Erhalt der Kirche soll die aus dem Mangel geborenen Unzulänglichkeiten in Zukunft doch immer überwiegen“, hofft der Pastor zuversichtlich.

Bei der Einweihungshandlung ging Propst Dr.Thomas Bergemann noch einmal auf die sich überschlagenden Schreckensmeldungen vom Zustand des Kirchengebäudes ein. Bedenkenträger und Schwarzseher hätten berechtigte Sorge gehabt. Nach einem schmerzhaften Prozess sei das Ergebnis jetzt aber überwältigend. Es sei ein Fanal für den Lebenswillen und die Zukunftsfähigkeit der Kirche, so der Propst. Er sei dankbar für die Kreativität aller Beteiligten. Dazu verlas er ein Grußwort von Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, die selbst am Kommen verhindert war.

Eigens für diesen Festgottesdienst hatte Hartwig Barte-Hanssen die Kremper Kirchweih-Kantate für Soli, Chor und Orchester komponiert (op. 90). Der erste Teil des Textes war bereits zur Kirchweihe 1832 von dem Itzehoer H. Torlitz geschrieben worden. Die Ausführenden waren die erweiterte St.-Peter-Kantorei; das Bach-Vocal-Ensemble Wilster; Anne Meiners, Glückstadt, Sopran; Collegium Musicum Itzehoe (Konzertmeister: Ralf Kröger); Hartwig Barte-Hanssen, Orgel; Leitung: Tord Siemen.

Nach dem Gottesdienst gab es Gelegenheit zu zahlreichen Grußworten. Architekt Reinhold Wuttke aus Neumünster erinnerte an die Schwierigkeiten, die diese Renovierung mit sich brachte. „Am 15. Mai 2006 war Baubeginn, und nun reihte sich eine unheilvolle Entdeckung an die nächste, bezogen auf den Hausschwammbefall. Die letzte ist erst wenige Wochen alt und betraf die Decke der Turmhalle.“ Viele schlaflose Nächte und steigende Baukosten seien die Folge gewesen. Durch eine Stahlkonstruktion sei die Außenwand vom Kernraum der Kirche, dem Mittelschiff mit Chor, getrennt worden, um dem Hausschwamm die Wachstumswege abzuschneiden. Dadurch sei eine umfassende Baustelle in der Kirche nötig geworden. „Das Ergebnis tröstet über die harte, lange Bauphase hinweg und sollte nun Anlass sein, über das Baudenkmal Kirche St. Peter in Krempe nachzudenken, über die 175-jährige Vergangenheit und die hoffentlich lang währende Zukunft.“ Es stehe jetzt wieder ein klassizistischer Kirchenraum weitgehend in seiner Ursprungsform vor Augen. „Wer bereit ist, insbesondere den durch den wechselnden Tageslichteintrag bestimmten Raum und sein vielfältiges Farbspiel auf sich wirken zu lassen und die Schönheit der klaren räumlichen Disposition zu erkennen, der wird sich hier zu Hause fühlen können.“ Das sei zukünftig um so wichtiger, weil im Rahmen der Sanierung vor allem aus wirtschaftlichen Gründen die Gemeindearbeit in die Kirche hineinverlegt werde. „Die sehr große Kirche in dieser vergleichsweise kleinen Stadt verdient viel mehr Mittelpunkt zu sein, als es bisher der Fall war“, so Wuttke.


22. Oktober 2007

Stamm “Likedeeler VCP Krempe” auf dem ersten Stammeslager

von Arne Frunder

Wer am vergangenen Wochen - ende an der Kremper Kirche vorbeikam, hat sich sicherlich über diesen ungewöhnlichen An - blick gewundert. Was machen diese riesigen schwarzen Zelte auf dem Rasen rund um die Kirche? Besagte Zelte waren Jurten (An dieser Stelle ein Dankeschön an den Stamm Steve Biko in Glückstadt, die uns die

Pfadi-Jurten1

Zelte ausliehen!), und ihre Bewohner waren die Jungen und Mädchen des neu gegründeten Pfadfinderstammes Likedeeler in Krempe und Umgebung. Auf dem Programm standen unter anderem Workshops mit pfadfinderischem Inhalt wie der „Knoten-Lehrgang“, oder Schnitzen, bei dem sich besonders die Jungpfadfinder und Wölflinge kreativ zeigten. Teamgeist war nicht nur beim gemeinsamen Aufbau der zwei Jurten (Bild) gefragt, sondern auch bei den verschiedenen Spielen, die zwischendurch gespielt wurden. Gegen Abend freute man sich über die Nachtwanderung, bei denen Waldläuferzeichen gelesen und verschiedene Aufgaben bestanden werden mussten, was gar nicht so leicht war, denn den Großen Wagen findet man am Abendhimmel nicht so schnell, wenn es bewölkt ist.

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Als Wiedergutmachung gab es aber leckeres Essen, das ein kleiner Teil der Gruppe während der Wanderung in der „Kochjurte“ zubereitet hatte. Im Anschluss gab es bei einer gemütlichen Singerunde noch Stockbrot, und „Tschai“, ein für Pfadfinder typisches Getränk. Nach einer kurzen und aufregenden Nacht im Zelt, wurde aufgeräumt, das selbstgebackene Brot verzehrt und noch ein paar Spiele gespielt, bis die Eltern ihre Kinder abholten. Insgesamt war es ein abwechslungsreicher Lagerabend, auf den zu

Pfingsten 2008 ein großes Lager mit allen VCP-Stämmen Schleswig-Holsteins folgen wird.
Das nächste große Highlight im Pfadi-Leben wird allerdings das Krippenspiel und das Friedenslicht sein, welches zu Weihnachten aus Kiel abgeholt und in allen Gemeinden im Umkreis verteilt wird.


25. August 2007

Neu gegründet: Pfadfinderstamm “Likedeeler” in unserer Gemeinde

von Janika Frunder

Das sind wir – die Pfadfinder vom neugegründeten Stamm Likedeeler in Krempe. Das Bild ist am Scouting’s Sunrise entstanden; eine Veranstaltung, die auf der ganzen Welt von allen Pfadfindern gefeiert wurde. Bei Sonnenaufgang haben 38 Mio Pfadfinder ihr Versprechen erneuert, bzw. neu abgelegt, so auch wir. Zuerst wurde die Nacht durchgemacht und danach feierlich die Halstücher verliehen. Und nun – als frischgebackene Pfadis – können wir voll durchstarten. Einen Verband haben wir uns

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auch schon gesucht – den Verband Christlicher Pfadfinder (VCP), der unterstützt uns auch tatkräftig bei allen Fragen, die uns beschäftigen. Seit dem Gründungstag im Juni sind jetzt kaum mehr zwei Monate vergangen und wir kamen mit riesigen Schritten voran, nicht zuletzt wegen den guten Erfahrungen, die wir auf Konfitagen, Konfirfahrten, Freizeiten und bei der Jugendleiterausbildung sammeln durften, sodass es am 6.9.07 um 19.00 Uhr im Gemeindehaus einen Informationsabend geben wird für Eltern, Kinder und Interessierte. Einen Tag später starten wir dann schon voll durch – am 7.9. geht’s los für die Jungpfadfinder (10-14 Jahre). Die weiteren Termine könnt ihr aber unserem Flyer entnehmen.

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Ihr fragt euch sicherlich, was wir so vorhaben – nun, ganz beantworten kann man diese Frage nicht, immerhin sind wir immer für Überraschungen gut und man weiß nie, auf welche kreative Idee jemand kommt, aber geplant sind für die nächste Zeit: Jede Woche lustige, interessante und abwechslungsreiche Gruppenstunden, eine Weihnachtsfeier mit dem ganzen Stamm, Übernachtungen, beim Weihnachtsmarkt ein bisschen Geld für den Stamm zu verdienen, helfen bei der Kircheneinweihung, ein Piratenfest, ein bisschen soziales Engagement und so schnell wie möglich auf

Fahrt gehen und was uns noch so alles einfällt. Bei uns kann jeder mitmachen, wir freuen uns über jeden! Wenn du noch Fragen hast, melde dich doch einfach bei Stammesleitung Janika Frunder (0157/72453054) – ansonsten: Wir sehen uns bei der nächsten Gruppenstunde!

Gut Pfad!


Evangelische Jugend Krempermarsch beim Kirchentag

06. bis 10. Juni 2007

Liebe Gemeinde,

sicherlich habt ihr auch den 31. Evangelischen Kirchentag in Köln via TV verfolgt. Ich auch. Allerdings war ich mitten drin im Geschehen, zusammen mit fünf (!!!) anderen Teamern der Evangelischen Jugend Krempermarsch und Rainer Jungnickel. Die erlebnisreichen Tage in Köln standen unter dem Motto „Lebendig und kräftig und schärfer“ (Hebr 4,12) und anhand dessen werde ich euch jetzt ein paar Eindrücke schildern, um euch vielleicht auch neugierig zu machen für den nächsten Kirchentag.

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Lebendig: Stell dir vor, du kommst nach fast 12 Stunden Fahrt (inkl. Stau) endlich im 500km entfernten Köln an. Dein Quartier ist zwar „nur“ eine Sporthalle, keine Privatunterkunft und auch kein Hotel, aber die Menschen dort empfangen dich so herzlich mit bereitgestellten Getränken und einem warmen Lächeln (und ja – auch an einem heißen Tag tut etwas Warmes gut!)
Oder du begibst dich auf das Messegelände, verläufst dich hoffnungslos und weißt weder wo du dich befindest noch wie du von dort wegkommst. Zum Glück steht an der nächsten ein Pfadfinder und erklärt dir den Weg haargenau und zur Not bringt er dich sogar persönlich hin.
Noch ein Beispiel: Du gehst zum Feierabendmahl am Freitagabend. 1400 Menschen sind für die Veranstaltung geplant, 4300 sind anwesend. Draußen wird schon das Schild „Halle überfüllt“ hochgehalten. Und dann merkt der Pastor, dass nur Abendmahlbrot und Wasser nur für die erwartete Menge an Menschen reichen. Und auf einmal holen alle ihre Lunchpakete, ihre Wegzehrung, ihre Butterbrote heraus und legen sie in den Korb dazu und Laugenstangen werden in 20 oder mehr Teile geteilt, nur damit jeder etwas bekommt. Am Ende ist jeder satt, zufrieden und – wie in der Bibel bei der Speisung der 5000 – ist sogar noch etwas übrig geblieben.

Was bleibt also hängen? – Lebendige Erinnerungen an unglaubliche Gastfreundschaft, lebendige Begegnungen mit interessanten Menschen und Tage voller Leben.

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Kräftig: Und noch einmal: Stell dir vor. Stell dir vor, du betrittst die U-Bahn deines Vertrauens und beginnst ein Lied zu summen: „Kumbaya my Lord“. Du fängst leise an zu singen, dieses Lied geht dir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Deine Freunde stimmen mit ein und auf einmal singt das ganze Abteil „Someone’s singin’ Lord, kumbaya“ (Jemand singt, Herr, steh uns bei) und die alte Dame, die begeistert mitgeklatscht hat, gibt dir noch auf den Weg: „Das habt ihr toll gemacht. Übt mal weiter Ökumene.“ So ist das am Kirchentag.

Noch etwas: Stell dir vor, du gehst zur morgendlichen Bibelarbeit und zur anschließenden Podiumsdiskussion. Zuerst bist du vielleicht erst einmal ein bisschen verloren zwischen all den Pädagogen, Grundschullehrern, Sozialabreitern. Aber dann – Bildung geht auch dich etwas an und plötzlich bist du ganz kräftig mitten drin und teilst deine Meinung mit und das mit aller Kraft.
Was ist also geblieben? – Der Kirchentagsschal in kräftigem Orange, ein gekräfteter
Geist und vor allem kräftigere Waden vom vielen Laufen (meine Schuhe hatten nach dem zweiten Tag den Geist aufgegeben!)

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Schärfer: Stell dir doch einmal vor, du gehst über die Domplatte oder du fährst mal wieder U-Bahn (mein neues Lieblingshobby) oder du streifst über die Poller Wiesen. Was siehst du? Eine Menge Menschen. Und? Orange! Die Kirchentagsschals hatte in Köln so gut wie jeder. Sie waren ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit in der Welt, speziell bezogen auf den G8-Gipfel. Wie können denn bitte acht Leute über das Schicksal von ganzen Völkern entscheiden? Scharfe Kritik also und ich hätte nie gedacht, dass die Kirche so politisch engagiert ist!
Schärfere Kritik wurde nicht nur an der Politik sondern auch an anderen und sich selbst geübt.
Im Übrigen zeigte sich dieser Kirchentagsschal auch flexibel im Gebrauch – die einen benutzten ihn als Gürtel oder Halstuch andere als modisches Accessoire für Taschen, Hundeleine oder als Haar- oder Armband.

Was ist also geblieben? – Schärfere Sinne, um sich selbst, andere und das Leben wahrzunehmen und Initiative zu ergreifen. Die Welt kann nicht besser werden, wenn du selbst nicht sofort anfängst, sie zu verbessern!

Ihr merkt also – ihr habt wirklich etwas verpasst. Auf jeden Fall hat sich das vielversprechende Motto des Kirchentages bewahrheitet; wir haben interessante Menschen getroffen, Eindrücke gesammelt, sind über uns hinausgewachsen und haben das Christentum, besonders auch Ökumene, aus einer ganz anderen Perspektive kennengelernt.

Und wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich schon einmal den Mai 2009 vormerken, denn dann wird in Bremen der 32. Evangelische Kirchentag stattfinden. Wir sind bestimmt wieder da – was ist mit dir?
Es lohnt sich!
Mit lebendigen, kräftigen und schärferen Grüßen,

Janika Frunder


Pilotprojekt St.Peter-Kirche:

24. Mai 2007

Gemeinderäume sollen in die Kirche integriert werden

Die höchsten Gremien der Nordelbischen Kirche hatten beschlossen, die Kirche ebenfalls als Gemeindehaus zu nutzen. Dafür müssen für die Unterbringung des Büros sowie einer Küche und sanitärer Einrichtungen Umbauten vorgenommen werden. Das Ergebnis soll dann als Pilot-Projekt ein Beispiel für andere Kirchengemeinden in ähnlicher Situation geben.

Um die Finanzierung der gesamten Sanierungskosten sicher zu stellen, wurde von der Kirchenleitung empfohlen, das vorhandene Gemeindehaus zu verkaufen. Es wurden im April Pläne vom Architekten vorgelegt, die einige Varianten aufzeigen. Letztendlich entschloss sich der Kirchenvorstand für die Einrichtungen auf der Empore. Im Erdgeschoß sollen WC’s in den Treppenhäusern eingebaut werden. In der ehemaligen Sakristei wird ein Aufzug für Behinderte eingebaut. Die Empore auf der Nordseite wird dann das Gemeindebüro, ein Büro für den Pastor und die Sakristei aufnehmen. Außerdem ist dann noch Platz für einen Gemeinderaum von 42 qm. Auf der gegenüberliegenden Südseite entsteht eine Teeküche neben dem Aufzug und ein Gemeinderaum von 56 qm. Mit einer rahmenlosen Verglasung in den Arkadenbögen und Verglasung der Emporen an den Fensterseiten zum Erdgeschoß hin, wird erreicht, dass der Gesamteindruck der Kirche erhalten bleibt und auch der Lichteinfall nicht verbaut wird. Mit einer zusätzlichen Heizung werden diese Räume von der Kirchenheizung unabhängig sein. Der Zugang für die Büros sowie der Gemeinderäume erfolgt durch den Osteingang, der dann behindertengerecht umgebaut werden soll.

Der Umbau der Kirche und der Verlust des Gemeindehauses stößt nicht bei allen Gemeindegliedern auf ungeteilte Zustimmung.      MEHR ZUR KIRCHENSANIERUNG

Text: Fritz Becker, Tord Siemen


Aktion Zimbelstern: Das Ziel ist bald erreicht

07. März 2007

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Der neue Zimbelstern an unserer Weigle-Orgel

In vergangenen Jahrhunderten war es den Christenmenschen ein Bedürfnis, ihre Kirchen durch Kunstgegenstände wie Gemälde, Epitaphe oder Statuen zur Ehre Gottes immer mehr zu bereichern. So wurden auch die Orgeln immer weiter ausgebaut. So manche Orgel entstand als Kleininstrument und ist im Laufe der Zeit zu einem konzertfähigen Instrument herangewachsen. Besonders beliebt war es in der Barockzeit an einer Orgel kleine klingende Kleinode zu installieren. Glockenspiele, Timpany (Pauke), Rossignol (Nachtigallenruf), Käuzchenruf, Kuckuck sind einige dieser Besonderheiten. Diese sind aber nicht als musikalische „Spielereien“ zu betrachten. Aufgabe solcher Nebenregister ist das „SOLI DEO GLORIA“. Zum LOBE GOTTES lob-

singt die ganze Schöpfung. Heute erleben wir es leider selten, dass man einer Kirche einen Kunstgegenstand zuführt, geschweige denn ein Nebenregister an einer Orgel installiert. Wir in Krempe haben uns im Jahre 2005 vorgenommen, für unsere Orgel einen Zimbelstern anzuschaffen. Im Prospektgiebel war ein Kreis eingelassen, der einen wunderbaren Platz dafür bietet. Ein Kostenvoranschlag wurde erstellt. 3700 € soll die Neuerung kosten. Wir begannen mit kirchenmusikalischen Veranstaltungen zugunsten eines Zimbelsterns; die „Zimbelsternkonzerte“ wurden eine regelmäßige Veranstaltungsreihe. Der Erlös sollte jährlich gut 1000 € erbringen. So war unser Plan. Im ersten Jahr erreichten wir unser gestecktes Ziel mit 1011 €. Leider kam nun die dringend notwendige Kirchensanierung dazwischen und unser Ziel schien in weite Ferne zu rücken. Doch im vergangenen Jahr meldete sich eine musikliebende Dame aus Itzehoe bei mir: „Ihr habt doch ein Projekt für Eure Orgel laufen, ich würde gerne etwas dafür spenden“. So kam völlig unerwartet eine Großspende von 2000 € in die Zimbelsternkasse. Damit konnte der Auftrag für den goldenen Stern an unserer Orgel erteilt werden. Die Orgelbaufirma Hoffmann baut ihn derzeit in der Werkstatt in Stelle (bei Winsen a.d.Luhe) in unsere Orgel ein. Nun fehlen noch die letzten 600 €. Im Gemeindehaus steht jetzt eine Orgelpfeife als Sammelbüchse. Ich denke, dass wir es schaffen werden, das fehlende Geld bis zur feierlichen Einweihung unserer Kirche am 11. November zu beschaffen. Neben der Sammelbüchse sollen auch kirchenmusikalische Veranstaltungen dazu beitragen. Die Zusage unseres Pastors, die letzen 100 € zu spenden, besteht bereits. Ich möchte mich jetzt bei allen herzlich bedanken, die gespendet haben, oder sich musikalisch für unseren Zimbelstern einsetzten. Denn durch sie alle ist es möglich, dass sich ab dem 11. November unser Zimbelstern mit silberhellem Klang zum Lobe Gottes drehen wird.

Fotos: Tilman Daevel; Text: Tord Siemen


Erntedankgottesdienst auf dem Bauernhof - Gottes Schöpfung ganz nahe

01. Oktober 2006

Weil unsere St. Peter-Kirche wegen der Schwammsanierung geschlossen ist, mußte der Gottesdienst zum Erntedank an einem anderen Ort stattfinden. Was liegt da näher, als auf einen Bauernhof auszu- weichen. Auf dem Hof der Familie Schwartkop in Krempdorf ist ein Gottes- dienst nichts besonderes; wird doch schon traditionell seit vielen Jahren zum Pfingst- gottesdienst auf den Hof eingeladen. Pastor Bruhn erläuterte in seiner Begrüßung, daß es kein notwendiges Übel sei, auf dem Bauernhof diesen Gottes-

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dienst zu feiern. Er betonte vielmehr, daß es keinen passenderen Ort dafür gibt: “Wir brauchten nur dieses Scheunentor zu öffnen und könnten dort die weiten aufsprießenden Weizenfelder sehen” Am Anfang seiner Predigt beschrieb Pastor Bruhn ein ganz normales Mittagessen, wie auch vielen von uns es bekannt sein dürfte : Spaghetti mit einer Tomatensoße aus einer Fertigtüte und als Nachtisch einen Becher Fruchtjoghurt. Was da alles drin wäre, zählte er uns auf: Geschmacksverstärker, E 100sowieso, Aromastoffe, Farbstoffe, Konservierungsstoffe und und und... natürlich ein bischen Weizenmehl und auch etwas

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Tomate und Hackfleisch. Dieses predigte er nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern gab zu bedenken, daß wir die Wahl haben, was auf unseren Tellern landen soll. Natürlich kannte er auch die knappe Finazlage einiger, denen es deshalb nicht erlaubt sei, die Produkte direkt beim Biobauern zu beziehen. Es lohne sich aber, öfter darüber nachzudenken und genauer zu schauen, welches Produkt wir wählen. Ganz wichtig ist es aber, daß wir Gott im Gebet für das uns geschenkte danken und damit Gott und seine Schöpfung würdigen.

Unter den Gemeindeliedern, die von der Gitarrengruppe (Ltg. Pastor Bruhn) und unserem Organisten Tord Siemen am Klavier im Wechsel begleitet wurden, gab es auch eine kleine Herausforderung für die Gemeinde. Intoniert von der Gitarrengruppe erklang der Kanon “ Hejo, spannt den Wagen an”. Tord Siemen dirigierte die Gemeinde. Schnell war der Kanon eingeübt, so daß bald der dreistimmige Kanon erklang. “Ich wußte garnicht, daß wir so viele potentielle Chorsänger in unserer Gemeinde haben” bemerkte Tord Siemen und lud sogleich zur Chorprobe am Dienstag ein. Am Ende des Gottesdienstes dankte Pastor Bruhn im Namen aller Anwesenden der Familie Schwartkop und überreichte Herrn Schwartkop ein Präsent. Im Anschluß waren allen ins historische Backhaus der Familie Schwartkop eingeladen, um bei frisch gebackenem Kuchen, Schmalzbrot und einer Tasse Kaffee noch

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etwas zu klönen              WEITERE BILDER hier !

Fotos & Text: Tord Siemen


10. Juni 2006

Kirchenchronik neu aufgelegt
- „ein Schatz“

Friedrich Becker bringt historisches Dokument auf den neuesten Stand.

– Gut einhundert Jahre ist es her, dass Krempes Hauptpastor Paul Friedrich Julius Haßelmann die alte St.-Peter-Kirchenchronik zu Papier brachte. 1901 erschien das handschriftliche Werk, das in den Wirren der Zeit verschwand, bevor es vor rund vier Jahren wieder auftauchte. Friedrich Becker nahm sich der altdeutschen Handschrift an, und „übersetzte“ sie ins Neudeutsche - natürlich zeitgerecht als Computer-Datei.

„Gut ein halbes Jahr habe ich für die Abschrift gebraucht“, erzählt Becker. Möglich geworden sei die Kopie nur dank eines Wörterbuches von 1906, schließlich gebe es diverse altertümlich anmutende Ausdrücke, die heute kaum noch ein Mensch zu deuten wisse. Der Hauptteil der alten Chronik geht auf den 1866 geborenen Haßelmann zurück, der von 1892 bis 1908 in der kleinen Marschenstadt als Hauptpastor wirkte. Seine Nachfolger ergänzten das

Kirchenchronik Fritz und Thomas

Mit der historischen Kirchenchronik und der gerade fertiggestellten Abschrift zufrieden: Pastor Thomas Bruhn (links) und “Übersetzer” Friedrich Becker.

Werk mal mehr, mal weniger akribisch. Die letzten Eintragungen stammen aus der Feder von Pastor Willi Schorr und umfassen das Jahr 1987. „Die Lücke bis heute arbeite ich gerade auf“, sagt Becker. Ob daraus irgendwann einmal ein zweiter Band der Chronik wird, stehe allerdings noch in den Sternen.

Die alte Kremper Kirche aus der Chronik

Die Originalchronik enthält auch detailgeträue Zeichnungen von St.Peter im Wandel der Zeit.

„Die Geschichte des Kirchspiels Krempe liegt nicht so im Dunkeln wie die anderen Marschgemeinden. Seit dem Jahre 1234 lässt sie sich im großen und ganzen klar verfolgen. Außerordentlich wechselvolle Schicksale hat besonders die Stadt Krempe gehabt, trotzdem ist das Kirchspiel Krempe im ganzen fast unversehrt bis heute in seinem ursprünglichen Zustand geblieben.“ Mit diesen Zeilen beginnt die alte Kirchenchronik. Oftmals sehr detailliert werden Namen, Daten und Zahlen aufgeführt. Im Mittelpunkt steht natürlich „Die Geschichte der Kirche bis zur Gegenwart“, von der Erbauung 936 übers Jahr 1498, als die Kirche einen neuen Turm bekam. „Anno 1495 hat diese alte Kirche eine neue Turmspitze erhalten, welche jedoch nochmals anno 1648 zwischen dem 14. u. 15. Februar bei einem harten Sturm wieder heruntergeweht und im Jahre 1654 wieder erbaut worden ist. Zu dem Bau schenkte der damals regierende König Friedrich III hundert Eichen aus dem Rendsburger Walde.“

Doch die Chronik beschränkt sich nicht „nur“ auf die Geschichte von St. Peter, sondern bezieht auch weite Teile der Stadtgeschichte mit ein. Die Ausführungen reichen von Schilderungen aus dem 30-jährigen Krieg bis hin zum Schullalltag zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Natürlich sind auch die Pastoren akkurat und chronologisch aufgeführt, andere Kapitel behandeln „Die Kirchhöfe“ oder „Die kirchliche Armenpflege“. „Topographisch-statistische Nachrichten 1891 – 1896“ und „Die für das kirchliche Gemeindeleben bedeutungsvollen Ereignisse seit dem 1. Januar 1896“ runden das einzigartige Werk ab. „Die Kirchenchronik ist schon ein kleiner Schatz“, sagt Pastor Thomas Bruhn. Ab sofort kann sich jeder kirchenhistorisch Interessierte in die wechselvolle Geschichte von St. Peter einlesen. Die Abschrift von Friedrich Becker gibt es direkt beim Autor (Seit 2010 gibt es keine Nachdrucke mehr. Wir empfehlen Ihnen, sich die neue Kremper Stadtchronik zu kaufen) , ein Exemplar kostet zwölf Euro. „Ein Großteil der Summe fließt der Kirchensanierung zu“, versichert Becker. Nicht zuletzt, damit die Kirchenchronik nach dem im vergangenen Jahr entdeckten Hausschwammbefall nicht abrupt im Jahr 2006 enden muss.

Fotos und Text: CARSTEN WITTMAACK


Kirchencafé1

25.05.2006

500 € für die Kirchensanierung: Offene Kirche mit Kuchenbuffet am Himmelfahrtstag

Der Flohmarkt am alten Burggraben und rund um unsere Kirche wird jedes Jahr am Himmelfahrtstag von Menschen aus nah und fern gerne besucht. Da die Kirche in der Woche vor Himmelfahrt ausgeräumt und unsere Weigle-Orgel in eine Hamburger Orgelbauwerkstatt ausgelagert wurde, konnten in diesem Jahr die “Musikalischen Andachten zum Himmelfahrtstag” nicht stattfinden. Statt dessen boten Mitglieder der St. Peter-Kantorei in der Zeit von 12.00 Uhr bis 16.30 Uhr im Seitenschiff Kaffee und Kuchen zum Verkauf an. Die Sorge einiger Kantoreimitglieder, die Flohmarktbesucher könnten das Kirchencafé übersehen, zerschlugen sich schnell. Das Kirchencafé wurde so stark frequentiert, dass es nur schwer möglich war, mit der

großen Kaffeemaschine für den nötigen Kaffeenachschub zu sorgen. Der gesamte Erlös aus dieser Veranstaltung -rund 500 €- kommen im vollem Umfang der Kirchensanierung zugute. Fazit der Veranstaltung: Es hat allen Mithelfenden viel Spaß gemacht und alle Flohmarktbesucher, die das Café besuchten, haben sich in unserer Kirche trotz der Bauplanen absolut wohlgefühlt und konnten sich den Kuchen schmecken lassen. Nun soll es auch nach der Kirchensanierung das Kirchencafé am Himmelfahrtstag geben und am Morgen die “Musikalischen Himmelfahrtsandachten”. Weitere Bilder hier!


24.03.2006

Schlagzeug und Orgel

Unter dieser Überschrift wurde am 24. März 2006 ein Konzert in der Kremper Kirche St. Peter angekündigt. Am Schlagzeug Philipe Trzebiatovski, ein noch junges Nachwuchstalent: an der Orgel Hartwig Barte-Hanssen, ein erfahrener Organist. Ein ungewöhnliches Zusammenspiel dachte ich mir als musikalischer Normalhörer. Ein Vorurteil verbot sich und so besuchte ich dieses Konzert, um mir danach ein Urteil zu bilden. Nach der Begrüßung der anwesenden Zuhörer und der Vorstellung der Beteiligten durch unseren Kantor Tord Siemen, wurden die Musikstücke von Herrn Barte-Hanssen

Philipe von Trzebiatovski und Hartwig Barte-Hanssen I

kurz erklärt. Dabei dürfe auch nicht, so Herr Barte-Hanssen, im Jubiläumsjahr der Geburt des Wolfgang Amadeus Mozart eines seiner Werke fehlen. In einem modernen Stück von Johannes Matthias Michel (* 1962) kam das Schlagzeug zum Einsatz. Es war kein mir fremder Sound. Ich fühlte mich plötzlich in meine Jugend zurückversetzt, als der Jazz, von den Nationalsozialisten verboten, nach dem Krieg von den USA zu uns herüberschwappte. Es war ein Ohrenschmaus. Natürlich darf bei einem jungen Schlagzeugtalent auch ein Solo nicht fehlen und so stellte uns Philipe von Trzebiatovski mit dem Titel „Latin-Phil" seine eigene Komposition vor. Bei der guten Akustik unserer Kirche war die Wiedergabe teilweise sehr laut, so dass einige ältere Zuhörer Probleme mit ihrem Hörorgan bekamen. Schließlich sind wir, die ältere Generation, nicht Disco-Erprobt. Danach kam wieder Ruhe in den Kirchenraum mit einer Lesung durch Frau Ruth von Trzebiatovski; anschließend wurden ernste Musikstücke moderner Komponisten von Hartwig Barte-Hanssen auf der Orgel zu Gehör gebracht, die in die vorösterliche Zeit passten. Mozart, hätte er noch gelebt, wäre erstaunt gewesen, wie seine Musik mit einer rhythmischen Schlagzeugergänzung einen total neuen Sound erhält. Das abschließende Musikstück von Johannes Matthias Michel zeigte noch einmal wie die beiden Musikinstrumente sich in erstaunlicher Weise ergänzen. Ich danke den beiden Interpreten, die sicher viel Arbeit geleistet haben, um Musikstücke so umzuschreiben, dass sie auch einen starken Rhythmus vertragen. Diese Musik hat mich überzeugt und ich kann nur hoffen, dass ähnliches wiederholt wird und dass auch die Jugend in verstärktem Masse zu den Zuhörern zählt. Ein Honorar wurde an die Mitwirkenden nicht gezahlt, der Reinerlös wird für die Kirchensanierung verwendet.

                               Friedrich Becker, Krempe


12.03.2006

Wilsteraner Bläserensemble musizierte für die Kirche

Zum zweiten Mal gastierte nun das Wilsteraner Bläserensemble unter der Leitung von Gustav Hintz in der Stadtkirche St. Peter zu Krempe. Mit über 40 Zuhörern hatte sich die Krempermarsch-Kirche am letzten Sonntag gefüllt, um Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms zu lauschen. Und, um es gleich vorweg zu nehmen, es eröffnete sich dem Publikum ein bravouröses Konzert , das Gustav Hintz in gewohnt gekonnter Weise dirigierte. Auf dem Programm stand anlässlich des 250. Geburtstages von Mozart seine Serenade Nr. 12 c-moll und die beeindruckende Serenade Nr. 2 A-Dur von Johannes Brahms. War schon der Mozart ein wahrerer Hörgenuß, so steigerten sich die Instrumentalisten beim Brahms in musikalische Höhen ; klanglich gut bereichert durch die Streicher. Kantor Tord Siemen bedankte sich am Ende der kammermusikalischen Veranstaltung sehr herzlich bei den Musikern, die ohne Honorar zugunsten der Kirchensanierung ihren Einsatz gaben. Ausführende des Konzertes waren Bernhard Werner, Kirsten Wohllebe (Flöte), Albrecht Ubenauf, Hans Spenrath (Oboe), Karl-Ludwig Hilpert, Klaus Vogt (Klarinette), Adolf Edenhofner, Hannah Heuck (Horn), Sebastian Heise, Arne Kühl (Fagott), Astrid Meinardus, Thomas Gaede (Viola), Klaus Adlung (Violoncello), Ekkehard Krüger (Kontrabass). Das nächste Konzert, das gleichfalls dem Kirchbau zugute kommt , erklingt am Freitag, dem 24. März , um 19.30 Uhr in der St. Peter-Kirche zu Krempe . Es musizieren dann Philipp von Trzebiatovski (Schlagzeug) und Hartwig Barte-Hanssen (Orgel).

Bläserensemble in der St. Peter- Kirche zu Krempe

22.01.2006

Gelungener Orgelnachmittag in St. Peter ; 260 € für die Kirchensanierung

Gut 40 Besucher hatten sich am Sonntag in der Stadtkirche St. Peter zu Krempe eingefunden, um dem angekündigten Konzert mit 5 Organisten zu lauschen. Durch die vielen brennenden Kerzen und den frischen Blumenschmuck konnte sich das Publikum trotz der durch die Sanierungsarbeiten bedingten Bauplanen wohlfühlen. Nach einer detaillierten Einführung in die Werke des Programmes erklangen im Anschluß Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Claude Balbastre, Wolfgang Amadeus Mozart und Andreas Willscher. Das abwechslungsreiche Konzert wurde am Ende mit viel Beifall für die Interpreten belohnt. An der Weigle-Orgel des Kremper Gotteshauses musizierten Kirsten Ruge, Hartwig Barte-Hanssen, Martin Birkenbeul, Tord Siemen und Silke Wiese. Die kirchenmusikalische Veranstaltung erbrachte einen Erlös von 260 € für die Sanierung der Kirche.

v.l.n.r. Kirsten Ruge, Hartwig Barte-Hanssen, Martin Birkenbeul, Tord Siemen, Silke Wiese

Foto: Thomas Bruhn

v.l.n.r.: Kirsten Ruge, Hartwig Barte-Hanssen, Martin Birkenbeul, Tord Siemen und Silke Wiese spielten für die Kirchensanierung.


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